Kategorien
AKTUELLES

Unsere Anträge zum Haushalt 2013

Pressemitteilung der SPD-Fraktion vom 30. Januar 2013

Die gute Konjunktur mit Rekordsteuereinnahmen, die bessere Unterstützung durch das Land, die erfolgreiche Haushaltskonsolidierung und die Verbesserung der Einnahmenseite aus Steuern und Gebühren schafft Handlungsspielräume, die wir auch nutzen wollen ohne dabei übermütig zu werden, denn die nächste Krise kommt bestimmt. Wir setzen dabei zwei Schwerpunkte: Familie und Bildung einerseits und bezahlbares Wohnen andererseits:

Familie und Bildung:
Nachdem wir vom Land über 6 Millionen mehr an Zuschuss für die Kinderbetreuung pro Jahr bekommen, der notwendige Ausbau zur Erfüllung des Rechtsanspruchs geschafft ist und unsere Gebühren überdurchschnittlich hoch sind, ist es an der Zeit, sich dem Ziel der kostenlosen Bildungsangebote auch im Vorschulalter zu nähern. Wir beantragen deshalb, eine Entlastung von Familien mit Kindern im Volumen eines gebührenfreien ersten Betreuungsjahrs ab September 2013. Wir wollen die Verwaltung beauftragen, Modelle für diese Entlastung zu entwickeln.
Auf der Agenda bleibt für uns dringlicher denn je eine Begrenzung der Essenspreise für die Tübinger Schülerinnen und Schüler. Die Essenszahlen insbesondere in der Mensa Uhlandstrasse gehen deutlich zurück, schon wieder steht ein Caterer-Wechsel an. Das hat auch mit dem Preis zu tun. Wir müssen die Spirale höhere Preise -> weniger verkaufte Essen -> höhere Preise stoppen und schlagen eine Subventionierung mit einer Deckelung der Schüleressen bei 3,50 € vor sowohl für Tübinger als auch für auswärtige Schüler. Es kann nicht sein, dass uns das Essen der Schüler gerade in Ganztagesschulen weniger wert ist als vielen Betrieben das Kantinenessen der Eltern.

Nachdem wir im letzten Jahr eine Planungsrate für das Kinderhaus in Hagelloch durchsetzen konnten, ist jetzt auch eine rasche Umsetzung sinnvoll. Es besteht klarer Handlungsbedarf. Es macht keinen Sinn, den Neubau, wie es die Verwaltung vorschlägt, noch mal ein Jahr zu schieben. Wir treten für eine Finanzierung 2013/14 ein.

Auch die Erwachsenenbildung und die kulturelle Bildung sind uns wichtig. Wir unterstützen den Verwaltungsvorschlag einer deutlichen Erhöhung des Zuschusses für die Volkshochschule. Mehr als die Verwaltung tun wollen wir bei der bislang nur unter Wert geförderten Familienbildungsstätte und beim DAI.

Ein mögliches Einsparpotential sehen wir beim Anbau der Französischen Schule. Dieser ist notwendig, sollte jedoch auf die „kleine Lösung“ unter Nutzung der bestehenden Aula begrenzt werden. Die Förderung der Gemeinschaftsschulen ist uns wichtig, muss aber im Gleichgewicht mit der Förderung anderer Schulen bleiben.

Wohnraum:
Wir wollen den Handlungsspielraum der GWG auf 2 Feldern verbessern durch eine verbesserte Ausstattung mit Eigenkapital im Umfang von einer Million Euro. Uns geht es einerseits darum, noch mehr als bereits in den vergangenen Jahren für die Schaffung geförderten Wohnraums für Menschen mit wenig Geld zu tun. Das ist gerade in Städten mit sehr hohem Mietniveau -Tübingen lag zuletzt in einem deutschlandweiten Ranking auf  Platz 7 – vordringlich. Zweitens wollen wir nach dem Vorbild des Projektes in Pfrondorf auch anderswo, insbesondere in den Teilorten, weitere Wohnprojekte für Senioren ermöglichen.

Weiteres in Kürze:
– Wir unterstützen die Rücknahme der Kürzungen und eine Anhebung gemäß den Tarifsteigerungen bei den Sozial- und Kulturvereinen. Darüber hinaus sehen wir Handlungsbedarf aufgrund von nachvollziehbaren Finanznöten beim Asylzentrum, beim Umweltzentrum und bei der Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche.

– Wir treten für eine Stellenschaffung im Kulturamt ein. Aufgrund längerfristiger Ausfälle und des Arbeitsanfalls besteht hier Handlungsbedarf.

– Wir wollen die Regionalstadtbahn und müssen jetzt vorankommen. Dafür brauchen wir das von der Verwaltung eingestellte Geld für die Planungskosten, aber auch eine(n) Verantwortliche(n), der sich drum kümmert, deshalb beantragen wir die im letzten Jahr bereits beschlossene halbe Stelle auf eine ganze aufzustocken.

– die Sportplatzsanierungen und -neubauten in Pfrondorf, Hirschau und Lustnau sind notwendig und sinnvoll. Wir schlagen ein Vorziehen der Finanzierung gegenüber dem Verwaltungsvorschlag auf die Jahre 15/16/17 für alle drei Plätze vor.

– der neue Vorschlag aus Unterjesingen für eine Ortsumfahrung ist es wert, geprüft zu werden. wir schlagen eine Machbarkeitsstudie vor.

– eine dauerhafte Doppelspitze in der Kämmerei (A16 und A15-Stellen) lehnen wir ab. Für eine Übergangszeit nach dem Ausscheiden von Herrn Lucke (bis 2015) ist dies für uns akzeptabel.

– bei der Erhöhung der Entschädigung für Gemeinderäte wollen wir deutlich unter dem Verwaltungsvorschlag bleiben und dabei auch die Finanzausstattung der Fraktionen für politische Arbeit verbessern.

In der Summe ergeben unsere Vorschläge neben der besseren Kapitalausstattung für die GWG massvolle Mehrausgaben von ca. 250.000 €.

Dr. Martin Sökler

 

Kategorien
ANTRÄGE

QR-Codes ins Straßenpflaster!

Antrag der SPD-Fraktion vom 28.01. 2013

In der Presse und im Fernsehen wurde von einem zeitgemäßen und vor allem für die Tourismusförderung interessanten Informationsmedium in Rio de Janeiro berichtet:
„In Rio de Janeiro, hat sich die Stadtverwaltung für Touristen etwas Besonderes einfallen lassen: In Gehwege wurden sogenannte QR-Codes durch entsprechende Pflasterung eingefügt. Wenn Handy- oder Tablett-Nutzer diese Codes in ihre Geräte einscannen, erhalten Sie Informationen über die Umgebung. Die Verwaltung will insgesamt 30 QR Codes in die Gehwege von Rio einlassen, so dass Touristen die Stadt beim Spazierengehen kennen lernen können.“
 
Idee und Technik sind frappierend. Sie dürften zu Tübingen passen. Einmal, weil historische Qualität mit moderner Technik präsentiert werden kann. Dann auch, weil sich diese Codes (diskret) in den vielfach von Pflaster geprägten Straßenraum integrieren lassen.

Deshalb der folgende
Antrag:
Die Verwaltung erarbeitet zur Förderung des Tourismus den Plan zu einer ortsbildverträglichen Implantierung von informativen QR-Codes mit hinterlegten Informationen in hierfür geeignete Straßen- und Pflasterflächen an für die Stadtinformation interessanten Plätzen.

Für die SPD-Fraktion
Klaus te Wildt

 

Kategorien
ANTRÄGE

Tübingen barrierefrei – ein Gesamtplan muss her!

Antrag der SPD-Fraktion vom 27.01. 2013

Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
Erarbeitung einer Gesamtkonzeption

Antrag:
Um die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum Schritt für Schritt herzustellen und zu verbessern, erarbeitet die Verwaltung einen realistischen Gesamtplan für alle baulichen Maßnahmen, die in den nächsten zehn Jahren, d.h. bis 2023, umgesetzt werden.

Begründung:
Die in den Haushalten regelmäßig eingestellten Beträge (z.B. 80.000 € in 2012, 70.000 € in 2013) reichen jeweils nicht aus, um größere Maßnahmen in Angriff zu nehmen oder umzusetzen.
Es bedarf daher einer Gesamtplanung, auf Grund derer jährliche Raten für größere Projekte ausgewiesen und ggfls. auch für eine zweckgebundene Rücklage akkumuliert werden können.

Für die SPD-Fraktion
Andrea Le Lan

 

Kategorien
WEITERES

Dampf machen

 

Die SPD-Fraktionen in den Städten und Kreisen Reutlingen und Tübingen, des Zollernalbkreises sowie des Regionalverbandes haben gemeinsam und gleichlautend Anträge gestellt, um das Projekt der Regionalstadtbahn voranzubringen.

Siehe auch Homepage der SPD-Initiative für das Projekt Regionalstadtbahn

 Die Verwaltung wird in Sachen Regionalstadtbahn beauftragt, dem Gemeinderat

  • a)    zeitnah die entsprechenden Verhandlungsaufträge mit Bund und Land sowie Zeit- und Finanzierungspläne zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen
  • b)    einen Vorschlag zu erarbeiten, wie eine optimale Bürgerbeteiligung bei diesem Großprojekt aussehen könnte.

Begründung:

Seit der gemeinsamen Presseerklärung der Verwaltungen, die die Planungsgruppe “Regionalstadtbahn” bilden, vom 07.Dezember 2012, wird in der Öffentlichkeit über die Entwicklungsmöglichkeiten der Regionalstadtbahn diskutiert. Jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte zu gehen: rasch Verhandlungen mit Land und Bund aufzunehmen und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung auf den Weg zu bringen.

Für die SPD-Fraktion

Dr. Martin Sökler
Dorothea Kliche-Behnke
Hannah Tiesler

 

 

Kategorien
WEITERES

Wir wollen sie nicht vergessen

Die SPD-Gemeinderatsfraktion und der SPD-Ortsverein laden alle Freundinnen und Freunde und alle, die sich uns anschließen wollen, ein, sich am Heiligabend einige Minuten Zeit zu nehmen und den Toten des Gräberfelds X auf dem Tübinger Stadtfriedhof die Ehre zu erweisen.

Etwa tausend Menschen wurden hier in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bestattet. Sie wurden geschunden, durch Arbeit vernichtet, sie kamen durch Hunger um und sie wurden in großer Zahl grausam ermordet. Unter ihnen viele Kriegsgefangene aus der Sowjetunion und Polen, die an Krankheit und Entkräftung starben und nachträglich als Körperspender vom anatomischen Institut der Universität missbraucht wurden.

Wir haben uns vorgenommen, an einem Abend, an dem wir uns des Beisammenseins mit unseren Familien freuen, der Toten zu gedenken, die fern von ihrer Heimat ohne Trost elend gelebt haben und elend zu Tode kamen. Bevor wir die Kerzen an den Christbäumen anzünden, wollen mit Kerzenlichtern und mit einigen stillen Minuten zum Ausdruck bringen, dass sie nicht vergessen sind.

Wir treffen uns am Heiligabend um 17.45 Uhr am Gräberfeld auf dem Stadtfriedhof. Es wäre schön, wenn ihr ein Licht mitbringen würdet.

Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen.

SPD-Fraktion und SPD-Ortsverein Tübingen

Kategorien
MITTWOCHSPALTEN

Ein Blick zurück

MITTWOCHSPALTE DER SPD-FRAKTION VOM 5. DEZEMBER 2012

Advent – die Stadt leuchtet weihnachtlich, wir freuen uns auf den Weihnachtsmarkt, der bei uns besonders schön gestaltet wird. Die Zeit auch, in der die Kassen des Tübinger Handels klingeln; das kommt ganzen Stadt zugute. Advent ist aber vor allem die Zeit, in der wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Es ist eine Zeit, in der wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und einen Blick zurück werfen können.
Das gilt auch für den Gemeinderat. Er befasst sich derzeit viel mit der Vergangenheit. Sie wirkt in unsere Gegenwart und bestimmt die kulturelle Identität der Stadt. Es gibt in Tübingen viele, die sich für die Geschichte unserer Stadt interessieren und die sich für ein zeitgemäßes Erinnern engagieren. Unsere Stadt hat ein reiches historisches Erbe, das wir vor allem der Universität verdanken. Das ist die Basis für die gemeinsame Bewerbung mit der Universitätsstadt Marburg um die Anerkennung als Weltkulturerbe.
Tübingen hat aber auch eine dunkle Vergangenheit. Wie wir mit dieser Vergangenheit umgehen – darum ringen wir immer wieder. Für die SPD ist vor allem die Vermittlung des Wissens über den Nationalsozialismus und seiner Verbrechen an die  junge Generation wichtig. Zeitzeugen gibt es immer weniger. Deshalb haben wir große Sympathien für die Idee, im Güterbahnhof gemeinsam mit einem zeitgemäßen Stadtarchiv ein Lern- und Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus einzurichten. Dass der Beobachtungsstand erhalten bleibt, von dem aus russische Zwangsarbeiter bewacht wurden, dafür haben wir uns stark gemacht.

Gegenstand der aktuellen Diskussion ist auch die Liste der Ehrenbürgerinnen und Ehrenbürger. Wir haben uns dafür ausgesprochen, einen Forschungsauftrag zu vergeben, der die Biographie des ehemaligen Oberbürgermeisters Hans Gmelin aufarbeitet Die Biographien von Adolf Scheef und Theodor Haering sind gründlich erforscht. Die Beschlüsse, mit denen ihnen die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, werden nach dem Willen des Gemeinderats widerrufen.
Wir haben Verständnis für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Personalausweis, Briefpapier und Visitenkarten ändern müssen, wenn die Scheefstraße umbenannt wird. Es geht nicht anders. Das hat überhaupt nichts mit Demonstration moralischer Überlegenheit zu tun. Wer die Gewaltherrschaft gefördert und gepriesen hat, gehört nicht aufs Straßenschild. Ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
Zurück zur Gegenwart: Im Namen der SPD-Fraktion wünsche ich allen Tübingerinnen und Tübingern eine schöne Weihnachtszeit und ein Gutes Neues Jahr.

Dorothea Kliche-Behnke
SPD-Fraktion

 

Kategorien
ANTRÄGE

Mehr Transparenz!

Pflegeplan Sportstätten und Hallenvergabe
Antrag der SPD-Fraktion vom 16.11. 2012

Die Tübinger Sportvereine werden wie folgt informiert:
1. Alle Vereine erhalten von der Stadt den Pflegeplan für ihre Sportstätten.
2. Die Kriterien für die Hallenvergabe werden – auch im Internet – öffentlich gemacht.
Ebenfalls veröffentlicht werden die jeweils geltenden Hallenbelegungspläne.

Begründung:
zu 1. Die Vereine wissen derzeit nicht, wann und wie ihre Sportstätten unterhalten werden. Eine gelungene Pflege der Tübinger Sportstätten ist aber nur bei einer verlässlichen Kooperation zwischen den Sportvereinen und der Stadt garantiert.

zu 2. Die Hallenkapazitäten sind knapp bemessen. Deshalb ist es wichtig, dass die Vereine wissen, welche Kriterien sie erfüllen müssen, um Hallenzeiten in einer der Tübinger Sporthalle zu bekommen. Die Vergabe muss nachvollziehbar und transparent sein. Kein Verein darf sich benachteiligt fühlen.

für die SPD-Fraktion

Amely Krafft

Kategorien
ANTRÄGE

Universitätsstadt Tübingen – Kein Nachtleben

ANTRAG DER SPD-FRAKTION VOM 27.09. 2012

  • Die Verwaltung erhebt, wie sich das Angebot an „Ausgeh-Möglichkeiten“ in den letzten 10 Jahren in Tübingen entwickelt hat (mit Bestandsanalyse).
  • Die Verwaltung ermittelt, aus welchen Gründen zahlreiche Tanzlokale in Tübingen schließen.
  • Die Verwaltung gibt mit Hilfe des Leerstandkonzepts eine Übersicht über Räumlichkeiten/Areale, die geeignet erscheinen für Betriebe, die dem Erhalt bzw. der Wiederherstellung eines lebendigen Tübinger Nachtlebens dienen und Investoren angeboten werden können.
  • Die Verwaltung prüft die Einberufung eines Runden Tisches zur Diskussion der Problematik und der möglichen Unterstützung von Investoren und Betreibern seitens der Stadt.

 Begründung:
Immer mehr Clubs in Tübingen schließen. Vor allem in Innenstadtnähe gibt es kaum noch Tanzmöglichkeiten. Nach dem Mancuso schließt dieses Jahr auch noch der Blaue Turm. Für eine Stadt mit mehr als 25.000 Studierenden ist das nicht mehr hinnehmbar. Diesen Zustand wollen wir ändern.

Für die SPD-Fraktion

Amely Krafft

Kategorien
MITTWOCHSPALTEN

Hören, fragen, mitschwätzen

MITTWOCHSPALTE DER SPD_FRAKTION VOM 26. September 2012

Vielleicht hat der Abriss der Ruine an der Blauen Brücke das Interesse geweckt. Jedenfalls ist Bewegung in die öffentliche Diskussion um die Entwicklung des Südlichen Stadtzentrums gekommen. Beispiel Europaplatz: Als Mitglied des Gemeinderats wird man jetzt häufiger darauf angesprochen, auf der Straße wie am Stammtisch. Da kriegt man allerdings einiges zu hören: Was habt ihr vor mit dem Europaplatz? Warum wird der überhaupt bebaut, ein Platz vor dem Bahnhof ist doch viel schöner. Ihr macht den Einzelhandel kaputt. Ihr liefert euch den Investoren aus. Wehrt sich denn keiner im Gemeinderat gegen die Verwaltungspläne. Sagt ihr zu allem Ja und Amen? Hört denn niemand auf das, was die Leute sagen?
Das schmerzt ein bisschen. Auch wenn man alles noch besser machen kann, Gemeinderat und Verwaltung haben viel getan, um mit Bürgerbeteiligung und öffentlicher Diskussion zu guten Lösungen zu kommen. Als der Planung neuer Schwung verliehen werden sollte, war es die SPD-Fraktion, die Anfang 2009 die Strukturierung der komplexen Aufgaben ebenso verlangte, wie eine breite öffentliche Beteiligung. Die Verwaltung hat das aufgegriffen. Wichtiger und ermutigender Auftakt war die Planungswerkstatt vom 16. Juli 2011 in der Aula Mensa Uhlandstraße. Die Arbeitsgruppen waren sich dort einig, den 1. Preis des Städtebaulichen Wettbewerbs für eine Bebauung des Europaplatzes aus den Neunzigerjahren der weiteren Planung zugrunde zu legen. Der Gemeinderat hat dies vor einem Jahr bestätigt. Ja, ein gestalteter Platz vor dem Bahnhof ohne Bebauung wäre auch was Schönes. In dem langen Prozess mit stadtplanerischem Wettbewerb und Bürgerbeteiligung ist man aber zur Bebauungsentscheidung gekommen. Das gilt, so geht Demokratie. Dass ohne Grundstückserlöse kein ordentlicher Busbahnhof finanziert werden kann, sei nur nebenbei bemerkt.
Nein, der Gemeinderat nickt nicht ab, er macht es sich tatsächlich schwer und bildet sich nicht ein, alles besser zu wissen. Bürgerbeteiligung funktioniert: Vier Runde Tische (Europaplatz, Busbahnhof, Zinserdreieck, Altstadt) erarbeiten ernst, sachkundig und konstruktiv ihre Vorschläge. Es wäre blöd, den Ideenreichtum nicht zu nutzen. Wir denken, das ist es, was erwartet wird.
Nun die herzliche Bitte: Kommen Sie und machen Sie mit! Am Dienstag, 9. Oktober findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Entwicklung des Südlichen Stadtzentrums statt. 19.00 Uhr in der Aula der Mensa Uhlandstraße. Hingehen, hören, fragen, mitschwätzen!

Klaus te Wildt

 

Kategorien
ANTRÄGE

Inklusion an Tübinger Schulen und Kindertageseinrichtungen

Antrag der SPD-Fraktion vom 21.09.2012
Bezug: Bericht über die Umsetzung des Handlungskonzepts Barrierefreie Stadt Tübingen 208/2012 und Bildungsbericht 2007-2011

Die Verwaltung berichtet detailliert, wie Inklusion in den Tübinger Schulen und Kindertageseinrichtungen umgesetzt und gelebt wird.

  1. Wie sieht Inklusion von Kindern und Jugendlichen 2012 in Tübingen  konkret aus?
  2. Welche weiteren Maßnahmen sind für die die umfassende Umsetzung der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädaogischem Förderbedarf notwendig? Welche Mittel stehen hierfür aus welchen Quellen (Landkreis, Land,…) zur Verfügung?

Begründung:
Der Bericht über die Umsetzung des Handlungskonzepts Barrierefreie Stadt Tübingen nennt die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf, die zurzeit in Tübinger Schulen und Kindertageseinrichtungen integrativ und inklusiv unterrichtet und betreut werden. Er weist aber auch auf bestehende Probleme im Zusammenhang mit der Kostenübernahme durch den Landkreis und der Fortbildung der Integrationskräfte, der Erzieher/innen und Lehrer/innen hin. Um weitere Verbesserungen anzugehen, ist eine tiefergehende Analyse erforderlich.

Andrea Le Lan
SPD-Fraktion