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AKTUELLES PRESSEMITTEILUNGEN

Zumeldung zur Pressemitteilung der Universitätsstadt Tübingen „AfD sagt Demonstration in Tübingen ab“

Die SPD-Gemeinderatsfraktion kritisiert die Entscheidung des Oberbürgermeisters scharf, eine öffentliche Diskussionsveranstaltung mit der AfD zuzusagen, um die angemeldete Kundgebung am Samstag zu verhindern. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Tübinger Gemeinderat, Florian Zarnetta, hatte den Oberbürgermeister gestern noch dringend darum gebeten, dieses Angebot abzulehnen.

Dazu erkläre Zarnetta: „Die AfD beißt sich an unserer Stadt die Zähne aus und das ist gut so. Mit der angemeldeten Kundgebung hat die AfD nun versucht, hier einen Fuß in die Tür zu kriegen. Der Oberbürgermeister stößt die Tür für die AfD mit seiner Entscheidung nun weit auf.

Die durch die angekündigten Kundgebungen zu erwartenden Umsatzeinbußen für den Einzelhandel sind bedauerlich. Klar muss aber sein: Die AfD nimmt diese Konsequenzen mit ihrem Auftritt, zumal an diesem Ort, bewusst in Kauf. Dafür sollte sie nicht auch noch von unserem Stadtoberhaupt belohnt werden. Das gilt erst recht für die konkret beteiligten AfD-Politiker, die Björn Höcke verteidigen, die Verteilung von „Abschiebetickets“ durch die AfD an Menschen mit Einwanderungsgesichte befürworten oder schon gerichtlich wegen übler Nachrede verwarnt wurden.

Tübingen hat es gemeinsam geschafft, die AfD hier kleinzuhalten. Ihr ausgerechnet in dieser Stadt eine solche Bühne zu bieten, ist das völlig falsche Signal. Der Schaden, den das in der Stadtgesellschaft und für diese Stadt anrichten wird, ist mit den erwartbaren Umsatzeinbußen nicht aufzuwiegen. Es ist schwer erträglich, dass der Oberbürgermeister das nicht erkennt.“