Chancen für einen Decathlon-Sportmarkt im Marktkauf

Antrag der SPD-Fraktion vom 29.10.2011

Vorgeschichte:

Der Sportfachmarkt Decathlon will sich im „Marktkauf“ zwischen Schweickhardt- und Eugenstraße ansiedeln. Die Verwaltung sträubt sich dagegen und forderte vom Gemeinderat, die Ansiedlung mit der Aufstellung eines Bebauungsplans, der ein Sportgeschäft ausschließen soll, zu unterbinden. In der Gemeinderatssitzung vom 10. Oktober 2011 zeichnete sich eine Mehrheit für die Ansiedlung ab. Am Ende fasste der Rat mehrheitlich doch einen Aufstellungsbeschluss und die Beauftragung eines Verträglichkeitsgutachtens.

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Tübinger Gemeinderat, Dr. Martin Sökler, sprach sich für eine ergebnisoffene Prüfung der Ansiedlung eines Sportfachmarktes aus. Mit seiner günstigen Ware erweiterte Decathlon das Angebot in Tübingen besonders auch für Menschen mit schmalem Geldbeutel. „Wir machen schließlich nicht nur Politik für Jack-Wolfskin-Kunden.“ Decathlon könne Magnetwirkung entfalten. „Diese Chance für eine stärkere Kaufkraftbindung sollten wir uns nicht entgehen lassen.“, so Martin Sökler.
Andere Mitglieder des Gemeinderats äußerten sich ähnlich.

Die SPD-Fraktion präzisiert ihre Erwartung an das Gutachten mit dem folgenden

Antrag:

Im Rahmen des Gutachtens zur Decathlon-Ansiedlung in der Schweikhardtstraße werden in einem alternativen Szenario auch die Auswirkungen erörtert, die eine Ansiedlung von Decathlon in einem Nachbarort Tübingens, z. B. in Rottenburg, Kirchentellinsfurt, Mössingen oder Reutlingen, auf den Tübinger Handel und insbesondere den innerstädtischen Handel haben würde.

Begründung:

Die Firma Decathlon ist erklärtermaßen auf Expansionskurs in Baden-Württemberg. Neben dem Tübinger Standort bemüht sie das Unternehmen auch um alternative Standorte in unmittelbarer Nähe. Bei der Entscheidung müssen auch die Auswirkungen einer Ansiedlung in Nachbargemeinden bedacht werden.

für die SPD-Fraktion

Dr. Martin Sökler